Mieterstrom 2.0: Maximale Rentabilität durch intelligente Messkonzepte und dynamische Tarife

Berlin, 16. September 2026 -
Einleitung
Die Dekarbonisierung des Gebäudesektors gilt oft als Kostentreiber. Doch die intelligente Kopplung von Sektoren (Strom, Wärme, Mobilität) verwandelt Immobilien heute in smarte Kraftwerke. Dieser Case zeigt, wie ein vollsaniertes Mehrfamilienhaus in Nordrhein-Westfalen durch digitale Messlogik und die Nutzung von Flexibilitäten neue Maßstäbe bei der Wirtschaftlichkeit setzt – für Eigentümer und Mieter gleichermaßen.
Das Projekt: Flexibilität im Fokus
Im dritten Quartal 2023 wurde das Sanierungsprojekt in NRW abgeschlossen.Ein klassisches Mehrfamilienhaus mit fünf Wohneinheiten wurde nach KfW-40-Standard saniert und elektrifiziert. Das Projekt zeigt, wie sich Flexibilitätspotenziale im kleinen Maßstab erschließen und auf größere Quartiere übertragen lassen. Denn heutzutage geht es nicht mehr nur darum, Energie zu erzeugen, sondern sie durch intelligente Datenbereitstellung für Speicher, Wärmepumpe und ein EMS (Energiemanagementsystem) optimal zu steuern.
Die Innovation: Virtuelle Kaskadierung statt Hardware-Umbau
Die Besonderheit liegt in der Messlogik. Statt aufwendiger und teurer physischer Zählerkaskaden setzt das Projekt auf die virtuelle Kaskade von metiundo. Die viertelstundenscharfe Bilanzierung trennt PV-, Speicher- und Netzstrom nach Herkunft und ermöglicht so die verbrauchsseitige Zuordnung von Mieterstrom und Allgemeinstrom. Ein Vor-Ort-Eingriff in die Zählerinfrastruktur ist dabei nicht erforderlich: Die notwendigen Verknüpfungen werden im Backend so abgebildet, dass sie einer physischen Logik entsprechen. Grundlage dafür ist zunächst eine Analyse der Rahmenbedingungen – Netzentgelte und Preisstrukturen –, um die passende Kaskade für die verbauten Anlagen zu identifizieren und zu bestimmen, an welcher Stelle die größten wirtschaftlichen Effekte entstehen. Je nach Anlagenkonstellation werden die virtuellen Zusammenhänge anschließend individuell aufgebaut.
Die metiundo-Plattform wurde genau für solche Use Cases entwickelt: smarte Zähler smart nutzen und im Idealfall Kosten direkt vor Ort einsparen. Die Umsetzung des Messkonzepts inkl. aller Absprachen mit dem VNB dauerte ca. 5 Wochen.
Das Ergebnis in Zahlen: Bezahlbares Wohnen neu definiert
Die Kombination aus lokaler Erzeugung, Speicheroptimierung und dynamischen Tarifen lohnt sich für Vermieter und Mieter gleichermaßen:
bis zu 25 % weniger Reststromkosten: Ein entscheidender Vorteil gegenüber klassischen Tarifen, die an die Mieter weitergereicht werden oder zur Refinanzierung der Investitionskosten aus Betreibersicht verwendet werden können
• in diesem Fall nur 11 € monatliche Heizkosten: Für eine 75 m² Wohnung - ein starkes Argument für die Vermietbarkeit und soziale Nachhaltigkeit
• Zukunftssicher: Optimale Vorbereitung auf die kommende vollständige Dynamisierung der Netzentgelte
Den vollständigen Beitrag zu diesem Use Case finden Sie hier



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